Biographie

Günther Brück - 1

Günther Brück ist einer der ganz wenigen europäischen Musiker, deren Kompositionen und Arrangements auf verschiedenen internationalen Latin-Samplern sowohl in Europa, den USA als auch in Lateinamerika zu finden sind. Immer wieder werden seine Kompositionen gerne von Radiostationen in den USA, Kolumbien und Venezuela gespielt, wie aktuell Songs aus dem Album „Renacer“ von Alejandra Torres.

Ein musikalischer Grenzgänger zwischen Jazz und afro-kubanischer Musik, der sich stilsicher zwischen den beiden Musikrichtungen bewegt und dessen Klavierspiel sich durch vielschichtige Rhythmik und klar strukturierte Melodielinien im Verbund mit moderner Jazzharmonik auszeichnet.

Geboren 1964 in Stolberg bei Aachen, Deutschland, erhielt er seinen ersten Musikunterricht im Alter von 5 Jahren. Er lernt zusätzlich autodidaktisch Gitarre und beginnt Gitarren und Keyboardsoli der damals angesagten Rockbands zu kopieren und nachzuspielen. Es folgen erste Auftritte mit lokalen Rockbands.

Als er im Radio die Musik der brasilianischen Komponisten Antonios Carlos Jobim und Joao Gilberto hört, wird sein Interesse für lateinamerikanische Rhythmik geweckt, was in weiterer Folge zur Entwicklung seiner Vorliebe für afrokubanische Musik führt.

Während seiner klassischen Ausbildung am Klavier beginnt er auch sich mit Jazz auseinanderzusetzen. Vor allem die Musik von Miles Davis, John Coltrane, McCoy Tyner und Herbie Hancock beeinflussen ihn am Anfang sehr stark.

1985 beginnt er sein Musikstudium an der Kunstuniversität in Graz im Hauptfach Jazz – Klavier, das er 1991 mit Auszeichnung abschließt. Es folgt ein zusätzlicher Abschluß in Pädagogik, ebenfalls mit Auszeichnung

Während seines Studiums spielt er in verschiedenen Jazz- und Latinformationen, und es folgen erste Auftritte mit Jazzgrößen wie Sheila Jordan, Mark Murphy und Sal Nistico. Nebenbei spielt er auch Klavier bei Musicalproduktionen.

Nach dem Abschluß seines Studiums in Graz, verbringt er mehr als ein Jahr in Kuba und studiert dort u. a. bei Cesar „Pupi“ Pedroso, dem Pianisten von Los Van Van. Dort lernt er auch die Musik von Ignacio Cervantes und Ernesto Lecuona kennen.

Nach seiner Rückkehr nach Europa leitet er in Österreich die Salsaformation “ Sin Fronteras“, mit der er Konzerte in ganz Österreich spielt.

Günther Brück - Nord-Electro

Anschließend arbeitet er mit der Latin Jazz/Salsaband “Cubismo“ in Kroatien als Pianist, Komponist und Arrangeur für mehr als 300 Livekonzerte und TV Auftritte. Seine Kompositionen werden regelmäßig im kroatischen und slowenischen Rundfunk und Fernsehen gespielt. Die Band erhält allein im Jahr 2003 sieben der kroatischen Musician Union Awards „Porin“, die höchste musikalische Auszeichnung in Kroatien. 2004 folgt ein „Porin“ für das beste Arrangement.

Im Sommer 2008 produziert er mit seiner neuen Formation “Clave Sonera“ in New York die CD “Rumba para Viena“ (Walbommers Latina), die nach ihrem Erscheinen sowohl vom Publikum als auch von der internationalen Kritik gleichermaßen begeistert aufgenommen wird.

Die an der Produktion beteiligten Musiker, u.a. Raul Agraz, Pablo Santaella, Nelson Hernandez, Willie Torres, Roberto und Luisito Quintero zählen weltweit zu den profiliertesten Musikern der internationalen Latinszene.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet Günther Brück an der Kunstuniversität in Graz, Österreich Jazz Klavier und Latin Ensemble. Außerdem gab er Workshops in Los Angeles, an der Berkeley Jazzschool in San Francisco und als Artist in Residence an der Kunstuniversität Unicach in Chiapas, Mexico.

Festivalauftritte u.a. beim Crni Macak in Osijek (HR), Donauinselfest Wien (A) Exit Festival in Novi Sad (SRB), Cintalapas (MEX), Glatt und Verkehrt in Krems (A), Jazzfest Wiesen (A), Jazzsommer Graz (A), Leibnitzer Jazztage (A), Lent Festival Maribor (SLO), Sarajevo (BIH), Makfest in Skopje (MK), Schleswig Holstein Musikfestival (D), Salzburg (A), Trnava (SK) u.v.a.

Günther Brück spielte und tourte u.a. mit Jay Clayton, Sandy Cressman, Cubismo, Howard Curtis, Martin Grubinger, “Jazz via Brasil”, Sheila Jordan, Anna Lauvergnac, Michael Philip Mossman, Mark Murphy, Sal Nistico, Valery Ponomarev, Roberto Quintero und Alejandra Torres.